Die Entscheidung ist getroffen, das Gremium löst sich auf – und alle gehen davon aus, dass nun Klarheit herrscht. Doch häufig beginnt genau an diesem Punkt das nächste Problem.
Was für die Entscheider eindeutig erscheint, kommt bei Teams und Stakeholdern verkürzt, verspätet oder widersprüchlich an. Die Folge: Unsicherheit, Widerstand, Doppelarbeit und Entscheidungen, die im nächsten Meeting plötzlich wieder zur Diskussion stehen.
Warum Entscheidungen Nachkommunikation brauchen
Eine Entscheidung entfaltet erst dann Wirkung, wenn Betroffene verstehen, was entschieden wurde, warum es notwendig war und was nun konkret von ihnen erwartet wird.
Eine gute Nachkommunikation klärt deshalb:
- Kontext: Warum wurde diese Entscheidung getroffen?
- Auswirkungen: Was verändert sich für welche Personen und Bereiche?
- Botschaften: Welche Informationen müssen konsistent vermittelt werden?
- Verantwortung: Wer kommuniziert mit welchen Beteiligten?
- Reihenfolge: Wer muss zuerst informiert werden, bevor der Flurfunk übernimmt?
- Umsetzung: Welche nächsten Schritte folgen aus der Entscheidung?
Bei weitreichenden Entscheidungen reicht es nicht, die Kommunikation vollständig an die Projektleitung zu delegieren. Betrifft eine Entscheidung die strategische Ausrichtung, zentrale Ressourcen oder den Stopp eines wichtigen Projekts, sollte die Geschäftsführung selbst das Signal setzen. Die Projektleitung übersetzt die Entscheidung anschließend in den konkreten Arbeitsalltag.
Kommunikation ist Teil der Entscheidung
Ein Kommunikationsplan sollte nicht erst entstehen, wenn Rückfragen und Gerüchte bereits die Runde machen. Er gehört in die Vorbereitung größerer Entscheidungen – inklusive Zielgruppen, Botschaften, Kanälen, Verantwortlichen und zeitlicher Abfolge.
Im vollständigen Fachartikel zeige ich, wie eine wirksame Nachkommunikation geplant wird, welche Reihenfolge sich bei größeren Entscheidungen bewährt und wie sich die Kommunikationsschritte direkt in eine Entscheidungsvorlage integrieren lassen.