Wer im Projektmanagement ständig alle Probleme selbst löst, wirkt engagiert und unersetzlich. Doch genau das kann zum Problem werden: Die Projektleitung verliert den Überblick, das Team wird abhängig – und wichtige Führungsaufgaben bleiben liegen.
Wenn Hilfsbereitschaft zum Projektproblem wird
Die „Mutter-Teresa-Falle“ beginnt oft harmlos: hier eine Aufgabe übernehmen, dort schnell einspringen, noch eben einen Kundenwunsch möglich machen. Nach und nach besteht der Arbeitstag fast nur noch aus Feuerlöschen.
Typische Anzeichen:
- Du übernimmst Aufgaben, die eigentlich ins Team gehören.
- Du sagst zu schnell Ja zu neuen Anforderungen.
- Du löst Probleme selbst, statt die Lösung zu moderieren.
- Planung, Steuerung und Risikomanagement kommen zu kurz.
- Ohne dich scheint im Projekt kaum noch etwas zu funktionieren.
Das sieht nach hohem Einsatz aus, macht die Projektleitung aber schnell selbst zum Engpass.
Projektleitung bedeutet Führung
Projektmanager müssen nicht jedes Problem persönlich lösen. Ihre Aufgabe ist es, Orientierung zu geben, Prioritäten zu setzen, Verantwortung zu klären und Entscheidungen herbeizuführen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
„Kann ich diese Aufgabe übernehmen?“
Sondern:
„Ist es für den Projekterfolg sinnvoll, dass ausgerechnet ich sie übernehme?“
Im vollständigen Fachartikel zeige ich anhand eines typischen Projektalltags, wie Projektmanager in die Mutter-Teresa-Falle geraten – und wie klare Prioritäten, Delegation und bewusste Grenzen wieder wirksame Führung ermöglichen.